
Ein interessantes Bauwerk steht in der Bezděkov-Straße – das Hus-Kollegium, die Versammlungsstätte der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder (EKBB).
Die Anhöhe mit dem Namen Kalvarienberg ragt südwestlich der Strakonitzer Burg auf. Auf seinem Scheitel stand einst die altertümliche, ursprünglich gotische Kapelle ‚Heilig-Kreuz-Erhöhung‘. Um die Kapelle herum breitete sich ein kleiner Friedhof aus, auf dem der Legende nach auch der legendäre Dudelsackspieler Švanda begraben liegt. Im Jahre 1781, also unter der Herrschaft Josephs II., wurde die Kapelle aufgelöst, später wurde sie sogar abgerissen.

Viktor Siebert vermachte in seinem letzten Willen, den er am 20.06.1685 im Heerlager vor Raab aufzeichnete, 10 000 Gulden zum Bau eines Hauses für zehn verarmte Strakonitzer Bürger. Sein Vater Vinzenz Karel Siebert, Bürgermeister der Stadt, kaufte für dieses Geld eine Hütte am Repitzer Tor in der Vorstadt und ließ statt ihr ein Spital errichten. 1948 wurde in diesem Spital offiziell ein Altersheim eingerichtet, das später in den Jahren 1955–1956 durch ein neues, dem alten Teil angegliedertes Objekt erweitert wurde.