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Johannes-Nepomuk-Kapelle im Renner-Park

Manche Zeitzeugen wissen zu berichten, die Kapelle sei umgezogen. Die Johannes-Kapelle wurde 1935 an dieser Stelle als genaue Kopie einer älteren Kapelle des heiligen Johannes errichtet, die in der nahen Straße Na Stráži stand. Berichten zufolge wurde sie für eine Tonstatue des heiligen Johannes von Nepomuk erbaut. Diese stand ungeschützt und frei auf der Straße und eines Tages schlug ihr jemand den Kopf ab. So sahen sich die Einwohner gezwungen, der Statue ein schützendes Obdach zu errichten. Alljährlich fanden hier zum Johannistag Andachten und Prozessionen statt, hier wurden sogar heilige Messen zelebriert. Im Jahre 1931 wurde die Kapelle bei einer Straßensanierung, der sie im Wege stand, stark beschädigt. Dabei wurde sie völlig untergraben und drohte einzustürzen. Im Einvernehmen mit den kirchlichen Behörden beschlossen die Stadtväter, die Kapelle an einen anderen Ort zu versetzen.

Aus gutem Grund – die an der Kreuzung der damaligen Tyrš-Straße (die heutige Straße Na Stráži) und Čelakovský-Straße stehende Kapelle behinderte nämlich den wachsenden Straßenverkehr. Die Strakonitzer Dechanei stimmte zwar zu, bestand aber darauf, dass die neue Kapelle erbaut, bevor die alte abgerissen wird. Die heutige Kapelle des hl. Johann Nepomuk ist somit die Nachfolgerin ihrer älteren Namensschwester. Über dem Eingang befindet sich eine verkröpfte Tafel mit der Inschrift: SWATÝ JENE, ORODUJ ZA NÁS! (Heiliger Johannes – bitte für uns!). Von den Spenden, welche Besucher in die kleine Kasse in der Tür einwerfen, kann das Bauwerk in einem guten Zustand bewahrt werden. Mitten auf dem Altar steht die aus der früheren Kapelle hierher versetzte Tonstatue des heiligen Johannes von Nepomuk, ergänzt von reproduzierten Gemälden und weiteren Gipsstatuetten. Weitere kleine Statuen und Bilder kamen bei wiederholten Diebstählen abhanden. Im oberen Teil des Altars steht die Jahreszahl 1934, was annähernd der Bauzeit der Kapelle bzw. ihrer Versetzung an diesen Ort entspricht. Abseits des Interesses und Großstadttrubels prägt die Kapelle auf würdige Weise das malerische Ambiente dieses Teils des Parks und hilft in aller Stille die christlichen Traditionen der Einwohner von Strakonice zu wahren.