
Bedeutende ökologisch-landschaftliche und fischreiche Lokalität hinter der Kläranlage von Strakonice mit der nahezu unberührten Natur eines Altwassers der Otava (Sumpf-Teichrosen, Lurche, Fische, Vögel…). Das Mundloch eines unterirdischen Stollens sorgt für die Entwässerung des Viadukts von Strakonice bei wolkenbruchartigen Niederschlägen.

Bedeutende, ästhetisch wertvolle Gehölze, die zu jeder Jahreszeit das charakteristische Kolorit des Burggrabens mit der Burg-Safari prägen. Außergewöhnlich ist vor allem die mehr als hundertjährige Eiche, die direkt im felsigen Untergrund verwurzelt ist und an die Sagen erinnert, die sich um die Burg Strakonice ranken

Eine markante Felsklippe (frei übersetzt: der Bussardberg) mit wärmeliebender Vegetation im westlichen Teil der Stadt vor der Einfahrt zur Stadtgärtnerei, zum Tierheim und zur Kläranlage. Der Sage nach befand sich hier eine Galgenstätte, später wurde die Felsklippe ausgiebig zur Beschaffung von Baumaterial genutzt. Auf alten Veduten taucht die alte Bezeichnung der Anhöhe – Skalní vrch auf.

Die letzten Bäume einer ehemaligen Allee von Strakonice zur Wallfahrtskirche der Schmerzhaften Mutter Maria in Podsrp. Stammumfang 420 und 470 cm, Höhe 26 und 29 m, Alter ca. 200 Jahre. Sie leiden unter dem immer stärker werdenden Verkehr auf der Straße Strakonice – České Budějovice.

Dominanter, aus ästhetischer Sicht bedeutender Baum mit einem Alter von ca. 180 Jahren, unweit der Hauptstraße von Katovice nach Strakonice, verheilt nach direktem Blitzschlag. Mit einem Stammumfang von mehr als 4 m und 30 m Höhe handelt es sich um einen der mächtigsten Bäume in der Region Strakonice.

Der mächtigste Solitärbaum im westlichen Ortsteil von Strakonice, in Podskalí, mit einem Stammumfang von 340 cm, einer Höhe von 22 m und einem Alter von 250 Jahren. Überrest eines Auenwalds in einer linksseitigen Uferaue der Otava. Diese markante Landschaftsdominante hielt glücklicherweise auch dem Hochwasser von 2002 stand.

Ältestes und mächtigstes Gehölz von Strakonice am städtischen Friedhof mit der Kirche des hl. Wenzel an der Straße von Strakonice nach České Budějovice. Der Legende nach wurde sie gerade dort ausgepflanzt, wo im Jahre 1504 auf Befehl der Obrigkeit, trotz Missbilligung des böhmischen Königs Vladislav Jagellonsky, drei Juden verbrannt wurden, die man des Ritualmordes an einem kleinem Jungen bezichtigte. Stammumfang: 550 cm, Höhe: 25 m, Alter: 350 – 400 Jahre.

Ein Sonderschutzgebiet und Naturreservat auf dem Gebiet einer ehemaligen Fasanerie am rechten Ufer der Otava, gegenüber Nový Dražejov. Es wurde im Jahre 1985 ausgerufen, um die hiesigen Auenwälder, sog. Hartauenwälder (Eichen und Eschen) auf den Resten von Goldseifen, zu bewahren. Besonders im Frühling ein Ort mit bedeutenden Vorkommen von Lurchen in den regelmäßig überschwemmten Tümpeln und von geschützten Vogelarten (Grauschnäpper, Gartenbaumläufer, Sumpfmeise…).

Ein Gebirgsflüsschen, das im Böhmerwald unter dem Berg Světlá hora (Lichtberg) bei Vimperk entspringt. Ihr Oberlauf wird Třeštilka (frei übersetzt: die Stürmische) genannt, da dieser nach Regengüssen häufig plötzlich und gefährlich anschwillt. Nach 46 km ergießt sich der Fluss in Strakonice in die Otava.

Der Lehrpfad wurde in den Jahren 2007–2008 gegründet. Er misst 11 km und führt zu Orten, an denen sich der sagenhafte Dudelsackpfeifer Schwanda aufhielt, wo er spielte und Menschen Freude bereitete. Der Lehrpfad hat sieben Stationen mit Informationstafeln, an denen man viel Interessantes aus der Geschichte des Dudelsacks und Dudelsackspiels aus der Gegend um Strakonice erfährt. Die Texte untermalen zeitgenössische Fotografien, Noten der bekanntesten Lieder sowie Beispiele von Legenden und Fabeln über den Dudelsack und die Dudelsackpfeifer.

Romantische Quelle zu Füßen einer mächtigen Fichte mit Marienbild, die im bewaldeten Hang des östlichen Teils des Hügels Srpská steht. Sie wird im Rahmen des Umweltprojekts Quellen lebendigen Wassers regelmäßig von Schülern aus Strakonitzer Grundschulen gepflegt.

Der Mühlgraben führt von der ehemaligen Mühle „U Pěti kol“ durch die Stadtmitte und bildet dabei die Lokalität Ostrov. Ein Teil des Flussarmes rings um die Kirche St. Margarethe herum ist verrohrt. 2005 wurde er revitalisiert und es wurden Spazier- und Erholungswege angelegt.
Die Otava ist die natürliche, 113 km lange Achse durch Strakonice und den Prachiner Bezirk (Prácheňsko), die besonders durch die Goldwäscherei und die Gewinnung von Perlen der Flussperlmuschel berühmt wurde. Sie entsteht durch den Zusammenfluss der Flüsse Vydra (Widra) und Křemelná (Kieslingbach) bei Čeňkova Pila im Böhmerwald. Ihr Name stammt vom keltischen Begriff Atawa, der „reiches Wasser“ bedeutet.

Bedeutender und aus ästhetischer Sicht besonders wertvoller Baum am Mühlgraben, der ca. 100 Jahre alt ist. Weil die Pappel an einer sehr frequentierten Straße steht, wird sie ständig überwacht und fachgerecht gepflegt, da sie nicht zu den langlebigen Gehölzen gehört.

Romantisches Tal der Otava mit einzigartigen Felsgebilden, an der Stelle, wo sie sich in die Stadt ergießt. Heute ein beliebter Ausflugs- und Naherholungsort von Strakonice mit vielseitigen Erholungsmöglichkeiten (Radwanderweg, Kinderspielplatz, Angelsport und Zeltplatz für Wassertouristen). Am linken Flussufer war das Flößerrestaurant Oskořinka. Am gegenüberliegenden Ufer heute steht die Kopien von 4,5 m hohen Moai-Statuen und der natürlich wertvolle Hang „Zellerina“ am Kalvarienberg mit wärmeliebendem Mischwald.

Eine Quelle mit angeblich heilendem Wasser unter der gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Marienkapelle. Sie ist ein Teil der Wallfahrtsstätte um die Kirche der Schmerzhaften Mutter Maria in Podsrp. Im Rahmen einer komplexen Wasseranalyse im Jahre 2007 wurde ein höherer Gehalt an Radioaktivität (420 Bq/l) nachgewiesen. Was die weiteren Inhaltsstoffe betrifft, erfüllt es die Grenzwerte für Trinkwasser. Der Nitratgehalt (unter 1 mg/l) liegt weit unter der Norm für Säuglingswasser (15 mg/l).

Ein weitläufiger Stadtpark, der im Jahre 1837 an Stelle des ehemaligen Burggrabens am Rande der Stadt angelegt wurde. Später kam ein Empire-Pavillon (Gloriette) hinzu, der zu Promenadenkonzerten genutzt wurde. Der hiesige Verschönerungsverein vergrößerte ihn nach und nach auf die heutigen 2,5 ha. Im Jahre 1934 wurde das Areal in den Renner Park umbenannt, dem hiesigen Gerber Antonín Renner (1816–1876) zu Ehren.

Rest eines einst ausgedehnten Landschaftsparkes, der Mitte des 18. Jahrhunderts westlich der Burg angelegt wurde. Später wurde es, zusammen mit dem Kalvarienberg und „Zellerina-Hang“ (Zellerinová stráň), zum beliebten Ausflugsziel und Ort zum Spazierengehen. Im 20. Jahrhundert wurde hier ein Sommerkino errichtet. Seit 2005 findet im Rahmen der Rekonstruktion der Burganlage auch die schrittweise Erneuerung und Revitalisierung des Parks statt.

Ein mehr als sechs Hektar großer Teich bei der Gartenkolonie im Ortsteil Stará Valcha, der von einem Mühlgraben aus der Volyňka gespeist und heute vom Tschechischen Fischereiverband genutzt wird. In der Vergangenheit war er Teil eines Großgrundbesitzes der Johanniter. Wegen des sumpfigen Untergrunds gibt es langfristige Probleme mit der Verschlammung, vor allem im südwestlichen Teil, wo geschützte Pflanzenarten (Sumpfschlangenwurz) vorkommen. Im Winter wird er gern als natürlicher Eislaufplatz genutzt.

Ein Gebiet in einer Talaue am rechten Ufer der Otava, östlich der Stadt in der Gemarkung Hajská. Es ist nachdrücklich von menschlicher Tätigkeit geprägt, nämlich der Goldwäsche im Mittelalter. Ein Komplex aus mehreren Tümpeln mit wertvoller Sumpf und Wasservegetation (am bedeutendsten ist die Wasserfeder) und zahlreichen Amphibienarten, 1985 wurde es zum Sonderschutzgebiet erklärt (Naturdenkmal, Fläche 6,5 ha). Die Seifen (Reste historischer Goldwäschen) wurden zur geschützten archäologischen Lokalität erklärt.